Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) leisten auf Grund des Honorarverteilungsmaßstabes (HVM) oftmals eine Ausgleichszahlung (auch Konvergenzzahlung genannt), wenn die Ärzte hohe Honorarverluste auf Grund von neuen Steuerungselementen des HVM erleiden.

Es verstößt jedoch zumindest gegen den Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit, wenn weitere Umstände hinzukommen, die das Ausschöpfen des Regelleistungsvolumens (RLV) er-schweren, wie z.B. höheres RLV auf Grund der Privilegierungsvorschrift für Wachstumsärzte und dass über 90 % der konvergenzrelevanten Vergütung im außerbudgetären Bereich lag.

LSG Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.03.2018, Az.: L 4 KA 8/16